Ausbildung oder Studium?

Kriterien für die Wahl des Ausbildungswegs

Auch wenn man heute nicht  zwangsläufig den einmal gewählten Beruf sein Leben lang ausübt, so ist doch die Wahl des Ausbildungswegs meist prägend für viele Jahre. Wie geht man am besten vor, wenn man sich für eine Ausbildung oder ein Studium entscheiden muss? Folgende Kriterien helfen dir, über deinen weiteren Weg nachzudenken und eine fundierte Entscheidung zu treffen:

1. Bei der Wahl der beruflichen Ausbildung darf Geld nicht die erste Geige spielen
Mach deine Berufswünsche und deine Entscheidung für einen bestimmten Ausbildungsweg nicht davon abhängig, ob dabei sofort eigenes Geld zu verdienen ist. Auch wenn ein Studium mit Kosten verbunden ist und man erstmal mit kleinem Budget auskommen muss – auch im Studium findest du dein Auskommen. Ob BAföG oder Nebenjob, Stipendium oder Zuschuss von den Eltern − es gibt verschiedene Wege eine Ausbildung zu finanzieren, die dir wirklich Spaß macht und dir für die Zukunft viele Chancen eröffnet. 

2. Über den eigenen Horizont hinausschauen
Es gibt eine immense Zahl verschiedenartiger Ausbildungen und Studienfächer. Viele davon werden vielleicht an deinem Wohnort nicht angeboten. Nutze das Internet und Suchmaschinen, um erst einmal über deinen eigenen Kenntnisstand hinauszuwachsen und zu schauen, was man heute alles erlernen kann. Eine große Studienfachdatenbank mit über 840 Studienfächern findest du hier
 
3. Betriebliche Ausbildung ist besser als abgebrochenes Studium
Du kannst dich nicht für ein Studium entscheiden? Eine erste berufliche Ausbildung bei einer guten Firma ist eine gute Grundlage und gibt dir zwei bis drei Jahre Zeit, um dir weitere Karriereschritte zu überlegen. Du gewinnst Praxiserfahrung und kommst trotzdem nicht zu spät ins Studium. Einfach mal zu studieren, ohne wirklich zu wissen, wo es hingehen soll, ist da die schlechtere Lösung. Sofern du auf deinen Studienplatz warten musst, ist eine vorangestellte berufliche Ausbildung in einem verwandten Bereich auf jeden Fall sinnvoll.

4. Unterschätze nicht die Studienanforderungen
Der Stundenplan im Studium ist umfangreich und vieles ist durch Studienpläne fest vorgegeben. Dennoch muss jeder Studierende sein Lernpensum und sein wissenschaftliches Arbeiten selbst organisieren. Das verlangt Disziplin, Selbstmotivation, Findigkeit (zum Beispiel bei der Suche nach Praktikumsplätzen oder beim Akquirieren von Stipendien) sowie Ausdauer und Beharrlichkeit!

5. Halte dich mit der Ausbildung oder dem Studium nicht zu lange auf
Kurze Ausbildungszeiten sind neben guten und überdurchschnittlichen Noten und praktischen Erfahrungen die besten Argumente, wenn es um den beruflichen Einstieg geht. Trödeln gibt Minuspunkte! Mit dem dualen Studium (Kombistudium mit Praxisphasen im Betrieb und Studienphasen an der dualen Hochschule) oder dem Fachhochschulstudium kannst du dich auch ganz gezielt auf bestimmte Firmen und Berufsfelder hin ausrichten. Ein Vorteil für beide Seiten!

Wenn du schon jetzt ganz genau weißt, was du machen möchtest, dann nimm den direkten Weg dorthin. Bewirb dich genau für diesen Ausbildungsplatz oder dieses Studienfach und kämpfe mit ganzer Kraft darum, dass man dich auswählt. Finde heraus, wo man dein Fach am besten studieren kann oder welche Firma deine Ausbildung in besonders guter Qualität anbietet. Versuche immer, von den Besten zu lernen!

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